Mittwoch, 1. Juli 2026

Heissa!

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Heissa!

Wir sind Übernommene. Und auch ich gehöre dazu. Doch noch habe ich ein paar Momente oder Zeiten, wo ich da »herausfalle«, deshalb kann ich hier darüber schwadronieren. Mal wieder.

Inzwischen hat etwas so was wie »Deutungshoheit« erlangt – wohl praktisch weltweit. Es ist die Art und Weise, wie wir die Welt sehen, die Bahnen, in denen unser Denken und Fühlen (so vorhanden) abläuft. Was wir denken spielt nur eine Nebenrolle: Alles ist auf diese Weise geprägt, konnotiert, etwa so, als müssten wir alles, was wir sehen, wahrnehmen und denken mit Pommes Frites assoziieren – egal, welche verschlungenen (gedanklichen) Wege wir dazu benutzen. Ich weiß – diese Umschreibung ist ein dreibeiniges Pferd. Doch was Besseres fällt mir gerade nicht ein.

Es gibt somit gewissermaßen nur noch eine »gültige« Art in der Welt zu sein. Ich habe an anderer Stelle schon halb im Ernst, halb im Jux mal vermutet, dass alles andere in naher Zukunft als pathologisch betrachtet werden wird. Nicht nur werden wird – genau genommen ist es bereits so. Die allermeisten »Behandlungen« – egal, ob mit oder ohne Medikamente – laufen darauf hinaus, uns wieder zu dieser vermeintlichen »Heimat« zurückzubringen, den Status quo wiederherzustellen.

In diesem Zusammenhang sehe ich auch weltweiten den Anstieg von Depressionen: In dem Moment, wo du mal aus diesem Bewusstseinszustand »herausrutschst« merkst du, dass da keine Tiefe, oder vielleicht besser, kein Sinn mehr ist. Dass du also keine »Mitte« mehr hast, dass alles nur noch »Tosen der Welt« für dich ist und nichts mehr »Stille der Seele«. Und inzwischen ist der Weltkrieg gegen die Stille fast »gewonnen« …

Heute ist niemand mehr einfach da – einzigartig, ein unfassbares Mysterium. Heute ist alles »machbar«, äußeres »besonders Sein«, die »All Star-Gesellschaft«. Und all die »Stars« sehen nicht nur so aus, sie verhalten sich auch so. Überall grandiose Oberfläche, zweidimensional, riesig, bunt, hyperindividuell und gleichzeitig nur eine Variation des Immergleichen. All die Accessoires, die ich schon nannte (Tattoos, Sonnenbrillen, Baseballkappen, Dauerberieselung, …), inklusive des offensiven (ja, das passt hier!) Zeigens, dass du in diesem Bewusstsein »eingeklinkt« bist sind Symptome dieses Zustandes.

Sie sind Symptome wie die verschiedenen Symptome einer Krankheit, oder wie die Fruchtkörper eines Myzels, die überall herauskommen und die wir »Pilze« nennen. Das Eigentliche ist aber das, was nicht sichtbar ist – genau wie hier.

Ich wiederhole mich hier noch mal: Die Zukunft der Menschheit wird, so sehe ich das, davon abhängen, ob wir uns (wieder) von diesem Bewusstseinszustand werden lösen können. Zur Zeit sehe ich aber nur, wie auch die letzten Reste von »anderen« Bewusstseinszuständen verschwinden. Und wir werden kollektiv die Klippe zur vermeintlichen Glückseligkeit (Allmacht) runterspringen. Nun, ich zögere noch …

Und wie in meiner Lieblingsszene aus »Who Framed Roger Rabbit«(?? – s.u.) werden wir völlig frei wie nie zuvor ums heilige Kalb unseres gut Aussehens herumstrampeln, bis wir irgendwann feststellen, dass wir uns im freien Fall befinden und keinen Fallschirm dabei haben …

 

P.S./Anmerkung: Zuerst suchte ich selbst auf »YouTube« nach dem Clip. Am nächsten kommt dieser: »Toontown Scene«, ab ca. 2:04. Dann kam mir die Idee, doch mal eine KI zu fragen – in diesem Falle Chat GPT. Ja, als Suchmaschine interessant – das fand die Szene, die ich erinnere aber auch nicht. Es ist jedoch durchaus möglich, dass ich in meiner Erinnerung Dinge vermischt habe, denn dieses Motiv »Erst fallen, wenn man nach unten guckt« gibt es in vielen Cartoon-Filmen.

Und der Chatbot schmiert mir Honig ums Maul: »Interessante Frage.« »Jetzt bin ich aber selbst an einer Antwort interessiert.« »Das hat jetzt bei mir tatsächlich einen gewissen Jagdinstinkt geweckt.« »Jedenfalls hat mir die Recherche Spaß gemacht. Danke für das kleine Detektivrätsel!« Das Ganze wird dann noch mit allerlei Emojis garniert. Ich kann mir vorstellen, dass für Leute, für die eh bereits die Grenze zwischen Virtuellem und Realem verschwimmt solch ein »Gesprächspartner« gefährlich werden kann … 

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