Sonntag, 16. August 2026

Macht …

Ein Kommentar

… mal wieder.

Anfang Juni hatte ich schon ein paar Gedanken hier hinterlassen, zum Thema »Erinnerungen«, die mich dann wieder mal zum Thema »Wie gehen wir mit Macht um?« brachte. Ich könnte auch anders fragen: »Was ist uns wirklich wichtig?« Die Antworten darauf geben wir alle uns gegenseitig Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr. Oder Gedanke für Gedanke.

Ich bin Alex Günther bei »Manova« sehr dankbar für seinen Artikel, der sich wiederum auf einen von Rainer Rupp bezieht. Damit knüpfe ich quasi eine prosaische, aktuelle Version an die Erzählung von Erich Kästner vom April 1948 an, die ich schon mal erwähnte. Der Artikel heißt »Verpulverte Billionen« und zitiert Michael Fuchs, einen früheren Berater von Joe Biden, der in »Foreign Affairs« schreibt, die USA müssten sich endlich aus dem nahen Osten zurückziehen, weil …

… alleine die Kosten auf allen Ebenen (Geld, Zerstörung, Menschenleben, Vertreibung, … um nur einige zu nennen) in unvorstellbare Dimensionen gestiegen seien. Wir reden hier alleine für die Kosten für den »Krieg gegen den Terror« von Geldsummen in der Größenordnung von acht Billionen Dollar – eine Zahl mit zwölf Nullen, achttausend Milliarden.

»Das Welternährungsprogramm selbst formuliert es so: Die Beendigung des weltweiten Hungers würde weniger als ein Prozent der globalen Militärausgaben eines einzigen Jahrzehnts kosten — 21,9 Billionen Dollar wurden demnach allein in den vergangenen zehn Jahren weltweit für Rüstung ausgegeben.«

Und um noch mal auf die acht Billionen oben zurückzukommen: »Das Welternährungsprogramm und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen beziffern die jährlichen Kosten, um den weltweiten Hunger bis zum Jahr 2030 zu beenden, je nach Berechnungsmodell auf 37 bis 93 Milliarden Dollar. Selbst bei der oberen Schätzung von 93 Milliarden Dollar pro Jahr hätten die acht Billionen Dollar aus dem ›Krieg gegen den Terror‹ ausgereicht, um den Hunger auf der Welt 86 Jahre lang vollständig zu beenden.«

Das bitte mal setzen lassen. Ich habe es immer noch nicht richtig begriffen. Also: Wir geben, nicht nur in den USA, ein Vielfaches für Waffen und Militär aus, was wir für ein besseres Leben für Alle investieren könnten. Könnten, aber offensichtlich nicht wollen. Nein, das sind nicht nur »die oberen Zehntausend«, die bislang immer von Kriegen und deren Folgen profitiert haben – direkt und indirekt. Und die nachweislich bei der Entstehung von Kriegen – nun, sagen wir, zumindest »nachgeholfen« haben.

Liebe Leute, bei allem Wohlwollen – dieses kleine Blitzlicht zeigt, was uns strukturell wirklich wichtig ist: Macht und Kontrolle. Und das wohl in unterschiedlich intensiver Ausprägung weltweit. Entschuldigt – aber dazu fällt mir jetzt wieder ein Spruch aus der Bibel ein: »Alle die das Schwert nehmen, werden durch das Schwert umkommen.« Das »Schwert« steht hier für mich nur synonym für »den Weg der Macht«, was immer das im konkreten Fall heißen mag. Also letztendlich für einen [kollektiven] Bewusstseinszustand, für den Macht der Dreh- und Angelpunkt des Selbst- und Weltbildes ist.

Und alles was uns geschieht beginnt mit Bildern und Geschichten in unseren Köpfen und Herzen.

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Ein Kommentar zu »Macht …«

  1. Das ist die Regelungswut der herrschenden Klasse, weil sie darüner ihre Besitzstandswahrung über Generationen weiter betreibben können.
    Diese Leute wollen gar nicht, das sich irgendtetwas bessert, hatten die nie vor.
    Die werden mit aller Macht und allen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür sorgen, das es auch so bleibt.

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