Donnerstag, 13. August 2026
Hurra!! Der Sommer ist bald vorbei!
Hurra!! Der Sommer ist bald vorbei!
Ich traute eben meinen Augen kaum. Erst war ich bei »Wetteronline«. Dort las ich: »Bis Samstag heißt es noch mal: Bei 30 bis über 35 Grad ordentlich schwitzen. Dann aber kippt das Wetter. Von Westen kommen Regen, Schauer und Gewitter auf und bringen uns nach und nach deutlich angenehmere Luft.« Und weiter: »Unterm Strich sieht die nächste Woche nach deutlich gemäßigterem Sommerwetter aus. Die Hitze macht zumindest eine größere Pause, ohne dass gleich der Herbst vor der Tür steht. Es bleibt also genug Luft für Freibad, Garten oder Ausflüge.« Das Wetter kippt. Wir haben nicht mal Mitte August, und man freut sich schon darüber, dass der Sommer womöglich schon vorbei ist. Zumindest implizit.
Nun, das gibt es auch explizit, bei t-online: »Polarluft beendet den Hitzesommer … Wetter schlägt um – Ende des Sommers eingeläutet … „Ab etwa Mitte August deuten mehrere Signale auf eine mögliche Umstellung der Großwetterlage hin, weg vom festgefahrenen Hochsommer, hin zu einem wechselhafteren Frühherbst-Muster“, erläutert der Wetterexperte Jung. … Am 18. August liegen die Höchsttemperaturen nach dieser Prognose nur noch zwischen 17 Grad im äußersten Norden und 25 Grad im tiefsten Süden. Für die Jahreszeit wäre das weiterhin vergleichsweise warm – die derzeitige Hitze wäre jedoch vorerst beendet.« Okay, 17 Grad im Norden und 25 im äußersten Süden sind »vergleichsweise warm«. Nun, man schreibt noch ein Bisschen was »drumherum«, doch worauf ich hinaus will ist, dass man sich offensichtlich freut, wenn ein zumindest aus meiner Sicht eher normaler Sommer nun wohl endlich vorbei sei.
Da passt es doch auch, dass ich eben noch dies gelesen habe: »Gasspeicher füllen sich zu langsam – EU pokert mit dem Winter«. Wunderbar! Nachdem wir in den vergangenen sechs bis acht Wochen mit Katastrophenmeldungen das Wetter betreffend geradezu bombardiert wurden, gibt es jetzt Applaus für eine frühherbstliche Witterung Mitte August! Nun, niemand kann sicher wissen, wie sich das Wetter in den nächsten Wochen entwickeln wird. Vielleicht wird es ja noch mal richtig hochsommerlich warm.
Man hat aber die ganze Zeit eine für Mitte Juli bis Mitte August durchaus übliche Witterung letztlich als so was wie eine Katastrophe bezeichnet, die uns eben noch haarscharf verschont habe. Nach dieser Sichtweise müsste man dann auch bejubeln, wenn womöglich Mitte September bereits Schnee liegt. Hatten wir auch schon, nur nebenbei bemerkt. Und wenn dann vielleicht, sagen wir, Mitte Februar kommenden Jahres das Gas alle ist und womöglich noch der Strom ausfällt, dann fühlt sich der Deutsche so richtig wohl: Wir haben mal wieder Recht gehabt! Hätten wir doch nur die »Energiewende« noch härter und kompromissloser durchgezogen, dann wäre das alles niemals passiert …
Bitte nicht lachen. Ich kenne jemanden, der hat mir diese Haltung sinngemäß bereits jetzt präsentiert. Nein, jemand, der intellektuell mindestens so viel »drauf hat« wie ich. Mindestens. Obwohl – ich will niemandem zu nahe treten. Es braucht ja nur wenig, um mehr drauf zu haben als ich kleines Licht. Immerhin sitzen an vielen Stellen heute hochbezahlte Experten! Die sollten eigentlich wissen, was sie tun – oder? Sie führen dieses Land … über die Klippe. Professionell. Effizient. Alternativlos.